Tuba Sarica
Integration · Islamkritik · Weltgeschehen

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Leserbriefe


04.10.2018

Helmut BIEHL


Hallo Frau Sarica,

Kompliment, Sie sind wirklich eine kluge Frau!
Was ich in der ganzen Diskussion zwischen Deutschen und Türken nicht verstehe, sind gewisse Offensichtlichkeiten.
1.Nationalstolz
- Türken sind sehr national-stolz bis nationalistisch, Deutsche sind wg. der Geschichte da eher zurückhaltend bis skeptisch (Ausnahme: Neo-Nazis).
2.Religion
- Viele Türken, insbesondere die ERDOGAN-Wähler, legen viel Wert auf ihre Religion, Deutsche sind, auch wenn sie in die Kirche gehen, eher religionskritisch.
D.h. in beiden Punkten sind Türken und Deutsche eher konträrer Meinung.

3.Zur EU-Mitgliedschaft der Türkei
Man stelle sich vor, die Türkei wäre in der EU.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das - gerade unter ERDOGAN - eine harmonische Beziehung gewesen wäre, selbst wenn ERDOGAN nicht den Autokraten gemacht hätte, wie er es tut.
Es ist für mich nicht vorstellbar,
• dass eine Türkei, auch unter einer anderen Regierung, sich in ihrer Außenpolitik stets mit Brüssel abgestimmt hätte
• das ist nicht vorstellbar und es wäre - neben den wirtschafts- und finanzpolitischen Themen - ein dauernder Quell von Querelen und massiver Unruhe in einer dann erweiterten EU gewesen
• Sowohl die AKP als auch die türkische Rechte in Form der MHP (letztere mit ca. 10% Wähleranteil) hätten sich weder außenpolitisch noch innenpolitisch irgendwelchen Vorgaben aus Brüssel gefügt.
• Jede Regel aus Brüssel, die den traditionellen politischen Regeln in der Türkei zuwiderläuft, hätte man als nicht hinzunehmende massive Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei hingestellt und nicht umgesetzt.
• Das gilt erst recht für kultur-sensible Themen oder gar das Thema Religion
• In der Folge hätte man seitens Brüssel zahlreiche Ausnahmen gestatten müssen, die ein dauernder Quell von Querelen sein würden.

Ich wünsche Ihnen Viel Erfolg!
Helmut Biehl


04.10.2018

Helmut BIEHL


Hallo Frau Sarica,

Kompliment, Sie sind wirklich eine kluge Frau!
Was ich in der ganzen Diskussion zwischen Deutschen und Türken nicht verstehe, sind gewisse Offensichtlichkeiten.
1.Nationalstolz
- Türken sind sehr national-stolz bis nationalistisch, Deutsche sind wg. der Geschichte da eher zurückhaltend bis skeptisch (Ausnahme: Neo-Nazis).
2.Religion
- Viele Türken, insbesondere die ERDOGAN-Wähler, legen viel Wert auf ihre Religion, Deutsche sind, auch wenn sie in die Kirche gehen, eher religionskritisch.
D.h. in beiden Punkten sind Türken und Deutsche eher konträrer Meinung.

3.Zur EU-Mitgliedschaft der Türkei
Man stelle sich vor, die Türkei wäre in der EU.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das - gerade unter ERDOGAN - eine harmonische Beziehung gewesen wäre, selbst wenn ERDOGAN nicht den Autokraten gemacht hätte, wie er es tut.
Es ist für mich nicht vorstellbar,
• dass eine Türkei, auch unter einer anderen Regierung, sich in ihrer Außenpolitik stets mit Brüssel abgestimmt hätte
• das ist nicht vorstellbar und es wäre - neben den wirtschafts- und finanzpolitischen Themen - ein dauernder Quell von Querelen und massiver Unruhe in einer dann erweiterten EU gewesen
• Sowohl die AKP als auch die türkische Rechte in Form der MHP (letztere mit ca. 10% Wähleranteil) hätten sich weder außenpolitisch noch innenpolitisch irgendwelchen Vorgaben aus Brüssel gefügt.
• Jede Regel aus Brüssel, die den traditionellen politischen Regeln in der Türkei zuwiderläuft, hätte man als nicht hinzunehmende massive Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei hingestellt und nicht umgesetzt.
• Das gilt erst recht für kultur-sensible Themen oder gar das Thema Religion
• In der Folge hätte man seitens Brüssel zahlreiche Ausnahmen gestatten müssen, die ein dauernder Quell von Querelen sein würden.

Ich wünsche Ihnen Viel Erfolg!
Helmut Biehl